Schimmel in der Wohnung

Schimmel in der Wohnung: Woher er kommt und wie Sie ihn wieder los werden

Bei Schimmel in der Wohnung sollte man sofort reagieren. Nicht nur wegen der potenziellen Gesundheitsgefahr sondern auch weil der Schimmel schwieriger loszuwerden ist, je länger er sich in der Wohnung ausbreiten kann. Der Grund für Schimmel in der Wohnung ist immer und ausschließlich das Eindringen oder Stau von Feuchtigkeit.

Feuchte kann von außen in Ihre Wohnung gelangen oder sich in den Räumen stauen und so zu Schimmel führen. Die Hauptgründe für Schimmel in der Wohnung sind:

  • Ungenügende Bautrocknung
  • Baupfusch und dadurch eindringende Feuchte
  • Sanierungsstau und dadurch undichte Rohrleitungen
  • Schlechte oder nicht vorhandene Dämmung
  • Falsches Lüften von Räumen
  • Ungenügende Beheizung von Räumen

Durch diese unterschiedlichen Ansätze sind auch die Möglichkeiten, den Schimmel in der Wohnung wieder loszuwerden, vielfältig und unterschiedlich aufwändig.

Schimmel in der Wohnung durch bauliche Mängel

Eine der häufigsten Ursachen für den Schimmel ist Undichte im Bauwerk des Hauses selbst. Am harmlosesten ist hierbei noch die ungenügende Bautrocknung im Neubau. In einem Rohbau werden feuchte Materialien verwendet, die vor einer Versiegelung durch Tapeten oder Vorwandinstallationen erst austrocknen müssen.

Der Zeitdruck für das Bauprojekt nimmt zu, wenn für die alte Wohnung noch Miete bezahlt werden muss; deshalb warten viele Bauherren nicht lange genug und der noch feuchte Rohbau wird bezugsfertig eingerichtet. Die Folge ist nach einiger Zeit Schimmel in der Wohnung, wenn nicht auf vorschriftsmässige Trocknung des Bauwerks geachtet wird.

Haben die Handwerker bei der Erstellung eines Hauses gepfuscht, beispielsweise bei der Kellerabdichtung, ist der Schaden bei weitem größer. Denn dann dringt die Feuchte von außen ein und kann nicht so einfach, wie bei ungenügender Bautrocknung, wieder aus den Räumen gehalten werden.

Für Häuslebauer besonders wichtig: Es ist von unschätzbarem Wert, wenn man einen eigenen Bausachverständigen die einzelnen Bauabschnitte kontrollieren lässt, auch wenn das zusätzliche Kosten verursacht. Diese Kosten werden fast immer hereingeholt.

Auch bei Sanierungsstau wird die Wiederherstellung einer schimmelfreien Umgebung schwieriger. Dann sind meist geplatzte Rohre in den Wänden die Ursache. Dann kommen Sie um das Öffnen von Wänden und die Reparatur oder den Ersatz der Rohre nicht umhin.

Komplizierte Lösungen fordern auch die sogenannten Kältebrücken. Diese entstehen durch mangelhafte oder nicht vorhandene Dämmung eines Gebäudes. Durch den extremen Wechsel von kalten und warmen Zonen bildet sich Kondenswasser und somit Schimmel in der Wohnung.

Schimmel in der Wohnung durch falsches Lüften oder Beheizen

Sehr häufig entsteht die Schimmelbildung durch nicht oder falsch belüftete Räume. Dies gilt vor allem, wenn die Räume sowieso sehr feuchtebelastet sind. Ein Beispiel sind Bäder oder Waschküchen, aber auch Räume mit Aquarien. Hier staut sich die Feuchte besonders schnell, speziell wenn ein Bad in einem Altbau kein Fenster hat. Wer hier nicht ausreichend lüftet, sieht die Bescherung doppelt schnell.

Auch völlig unbeheizte Räume sind eine Gefahrenquelle für Schimmelbildung. Die Feuchtigkeit wird im Winter in diesen Räumen gestaut. Wenn beheizt wird, trocknet die Heizungsluft diese Feuchte dauerhaft. Ist ein Raum jedoch im Winter unbeheizt, kann sich die Feuchte in Tapeten und Teppichböden festsetzen und dort über kurz oder lang zu Schimmelbildung führen.

Lösungen: Wie kann man Schimmel in der Wohnung eindämmen?

Ist der Schimmel durch verschiedene Baumängel entstanden, sind die Lösungsansätze genauso verschieden

  • Schimmel durch mangelnde Bautrocknung: Es muss nachgetrocknet werden. Bereits betroffene Wände müssen in den Rohbauzustand versetzt werden und können erst nach völliger Austrocknung wieder tapeziert, verputzt oder gestrichen werden.
  • Schimmel durch Baupfusch: Die aufwändigste Variante. Hier muss rund um das Gebäude aufgegraben und nach Ursachen gesucht werden. Sind diese beseitigt, wird die Grube wieder zugeschüttet und der Bau muss ebenfalls komplett ausgetrocknet werden.
  • Sanierungsstau: Emfpohlen wird, die Rohrleitungen alle 20 Jahre komplett zu erneuern.
  • Schimmel durch mangelnde Dämmung: Aufstöbern von Kältebrücken und anbringen von Vollwärmeschutz nach heutigen Energiestandards
  • Falsche Belüftung: Lüften Sie mehrmals am Tage quer für zehn Minuten. Ständig gekippte Fenster sind keine ausreichende Belüftung
  • Beheizte Räume: In jedem Raum sollte mindestens einmal pro Woche aufgeheizt werden, auch wenn er nicht benutzt wird.

So vermeiden Sie zuverlässig die Bildung von Schimmel in der Wohnung.